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Arbeitswelt

Klinikbeschäftigte kämpfen für den Erhalt

Städisches Klinikum will Wäscherei schließen

Kundgebung von Beschäftigten des Städtischen Klinikums zum Erhalt der Wäscherei am 04.02.2016 (Foto: Claudia Wannersdorfer)

Die Geschäftsführung des Städtischen Klinikums (SKK) beabsichtigt, die hauseigene Wäscherei zum Jahresende zu schließen. Ihr Argument: Externe Betriebe würden die Wäschereileistung günstiger erbringen.

Die Wäscherei des SKK versorgt nicht nur die eigene Einrichtung, sondern auch andere städtische Unternehmen mit Wäsche, beispielsweise die Feuerwehr, die Müllabfuhr, die VBK und das Haus Solms. Durch die Schließung würden in Karlsruhe 46 Arbeitsplätze wegfallen. Es handelt sich dabei meist um Arbeitsplätze für gering qualifizierte Beschäftigte mit geringem Einkommen, darunter viele Frauen und auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, also für Kolleginnen und Kollegen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen haben, eine Beschäftigung zu finden, mit der der Lebensunterhalt auch nur halbwegs gesichert werden kann.

Der Nachweis, dass die eigene Wäscherei teurer sei als eine Fremdfirma, ist bisher nicht erbracht worden.  Einen Kostenvorteil könnte eine Fremdfirma ohnehin nur durch noch geringere Entlohnung ihrer Beschäftigten oder durch Einschränkungen der Qualität der Wäsche oder der verwendeten Waschmittel erzielen.

Der Betriebsrat setzt sich zusammen mit den betroffenen KollegInnen des SKK mit aller Kraft für den Erhalt der Wäscherei ein. In den letzten Tagen wurden bereits im ganzen Klinikum viele Unterschriften von allen KollegInnen gesammelt, außerdem wurden alle Fraktionen und Gemeinderatsmitglieder mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben. Am 04.02.2016 fand eine erste Kundgebung parallel zur Tagung des Aufsichtsrates, der über den Verbleib oder Wegfall der Wäscherei „berät“, vor den Toren des SKK statt.

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