Beiträge für eine Lebendige Streitkultur in Karlsruhe

Arbeitswelt/Refugees

Refugees, welcome to work!

Projekten zur Unterstützung von Flüchtlingen beim Einstieg ins Erwerbsleben

Gruppen, Einrichtungen und Initiativen der Flüchtlingssolidarität haben bereits einen langen Atem bewiesen. Neben der Unterstützung bei der Erst- und Grundversorgung sowie beim Aufbau sozialer Angebote entstehen nun zunehmend Projekte, die auf die langfristige Integration von Flüchtlingen abzielen. Zwei dieser Initiativen stellen wir kurz vor.

Welcome2Work – Die ehrenamtliche Jobvermittlung für Flüchtlinge

Welcome2Work ist ein Projekt des gemeinnützigen studentischen Vereins Enactus KIT e.V. Die Studierenden möchten die Situation der nach Deutschland geflüchteten Menschen nachhaltig verbessern. Dazu haben sie die Jobvermittlung Welcome2Work ins Leben gerufen, die sich speziell an Geflüchtete richtet.

Diese besteht aus einem internetbasierten mehrsprachigen Jobportal, das durch ein PatInnenkonzept ergänzt wird. Ziel ist es, die Arbeitssuche für Geflüchtete in Deutschland zu erleichtern und Unternehmen Zugang zu einem bisher unbeachteten BewerberInnenpool zu verschaffen.

Flüchtlinge können sich auf der Online-Plattform kostenlos registrieren und ein BewerberInnenprofil erstellen oder sich direkt auf offene Stellenausschreibungen bewerben. Die BewerberInnenprofile sind geschützt und nur für registrierte Unternehmen sichtbar, die wiederum passende BewerberInnen direkt anschreiben können. Zudem wird es ein Info-Wiki geben, in dem grundlegende rechtliche Fragen beantwortet werden. Zurzeit ist das Jobportal bereits auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar, es sollen in Zukunft aber noch weitere Sprachen dazu kommen.

Auf Wunsch der BewerberInnen werden ihnen ehrenamtlichen PatInnen vermittelt. Diese sollen als AnsprechpartnerInnen bei kulturellen, rechtlichen und sprachlichen Fragen zur Seite stehen und bei der Arbeitsmarktintegration, angeleitet durch Leitfäden und Schulungen, unterstützen. Kooperationspartner wie Weiterbildungseinrichtungen, Sprachschulen, Rechtsberatungen oder Unternehmensberater für interkulturelle Kommunikation helfen mit ihrer Expertise BewerberInnen, PatInnen und ArbeitgeberInnen.

Gesucht werden nun gezielt Unternehmen, Flüchtlinge und Ehrenamtliche, die Interesse haben, an der Jobvermittlung mitzuwirken. Das Jobportal ist deutschlandweit verfügbar, die ersten Vermittlungen finden aber gerade hier im Karlsruher Raum statt.

E-Mail | Webseite

 Julian Treichel

PatInnenprojekt für jugendliche Zugewanderte

Das Internationale Begegnungszentrum Karlsruhe e.V. (ibz) hat ein PatInnenprojekt initiiert, das darauf abzielt, die sprachliche, soziale und berufliche Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu fördern. Geplant ist die Begleitung von rund 30 Jugendlichen bei ihrem Weg zu einem Schulabschluss sowie der anschließenden Vermittlung in eine berufliche Ausbildung. Parallel dazu sollen die soziale Teilhabe und die sozialen Kontakte, insbesondere zu gleichaltrigen „einheimischen“ Jugendlichen, gefördert werden.

Das Projekt basiert auf einer intensiven Unterstützung der Jugendlichen. Um ihnen zu helfen, ihre schulischen Lücken zu schließen, werden den jugendlichen Zugewanderten in einem Verhältnis von „eins zu eins“ ehrenamtlich engagierte LehrerInnen zur Seite gestellt. Als „KulturdolmetscherInnen“ sollen Ihnen Gleichaltrige beim Ankommen und Einleben in Karlsruhe behilflich sein.
Für die erfolgreiche Vermittlung in einen Ausbildungsplatz sollen dann individuelle Stärke- und Schwächeprofile der Jugendlichen erstellt werden, so dass passgenau nach einer Stelle gesucht werden kann. Die Projektleitung fungiert dabei als Bindeglied zwischen Schulen, BegleiterInnen und ArbeitsvermittlerInnen

Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

1995 wurde das Internationale Begegnungszentrum auf Beschluss des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe gegründet, um Fremdenfeindlichkeit und Rechts­extremismus entschieden entgegenzutreten.

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info@ibz-karlsruhe.deZur Webseite

Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

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